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Zarin

Zarin hat zwei erwachsene Kinder. Weil sie ein zweites Mal heiratete, wurde sie von ihren Kindern verstoßen. Ihre Geschichte beginnt so:

Zarin musste als sehr junges Mädchen einen Mann heiraten, der ihr Vater, ja ihr Großvater hätte sein können. Sie hatten zusammen vier Kinder, als er verstarb. Damals war sie 26 Jahre alt und musste allein gegen die Armut kämpfen. Sie arbeitete als Dienerin und Putzhilfe in mehreren Häusern. Da sie ihre vier Kinder mit einer solchen Arbeit nicht ernähren konnte, verstarben zwei viel zu früh; die beiden anderen, ein Junge und ein Mädchen, konnte sie durchbringen.

Als die beiden herangewachsen waren, lernte sie einen anderen Mann kennen, der sie heiraten wollte. Da Zarin soviel durchgestanden hatte, willigte sie ein und heiratete ihn. Leider waren beide Kinder sehr dagegen, brachen den Kontakt ab und begannen ihre Mutter zu hassen.

Mit ungefähr 50 Jahren verlor sie ihren zweiten Mann. Aus der zweiten Ehe hat sie keine Kinder.

Da alle wissen, dass die Frau keinen Besitzer* hat, wurde ihre Wohnung schon zweimal aufgebrochen und ausgeraubt.

Jetzt versucht Zarin wieder, mit eigener Arbeit ihren Lebensunterhalt zu verdienen. Aber das ist als alleinstehende Frau in Kabul sehr schwer – ja momentan eigentlich unmöglich. Arbeiten kann und möchte sie – aber sie findet keine Möglichkeit dazu.

Wir hoffen, dass sich ein Mensch findet, der Zarin mit 20 € im Monat helfen kann.
Mit viel Hoffnung im Herzen grüße ich Euch alle,
Schaima

(* Besitzer ist die Übersetzung für das Wort Ehemann.)

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