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aus der Bäckerei in Scheweki, Mai / Juni 2007

Zunächst senden wir Euch die herzlichsten Grüße und danken Euch für Eure unglaubliche Geduld und Euren enormen Einsatz. Wir sind weiter gekommen: wir haben gelernt, andere Kuchen zu backen, so z.B. eine Kombination von Kuchen und Obst.

Inzwischen gibt es hier im Dorf eine Backstube, die von Männern geführt wird. Sie haben im Iran bzw. in Pakistan gelernt und arbeiten auch nachts. Da ist es für uns schwierig mitzuhalten.

Andererseits isst man im Sommer – bei der Hitze – auch nicht so viele Kekse und Kuchen. Wir wollen versuchen, Schokolade und andere Süßigkeiten herzustellen – aber dafür müssten wir noch einmal etwas investieren, aber das Geld haben wir nicht.

Leider gab es bei der Hitze auch sehr starken Regen, so dass unsere Brücke beschädigt wurde.

Man fühlt, dass Afghanistan erneut in einen Kriegszustand gerät – denn schon steigen die Preise. Im Dorf Scheweki spüren wir das stärker als in Kabul. Die Dorffrauen brauchen viel mehr Mut, um in die Backstube zu kommen. Sie kommen zum Teil aus anderen Dörfern, haben einen weiten Weg – und die Männer erlauben es nicht, dass sie ohne Begleitung diese langen Fußmärsche unternehmen. Aber sie machen das (trotzdem). So bemühen wir uns doppelt, die Frauen in jeder Hinsicht so weit zu bringen, wie es uns möglich ist. Unser Ziel war und ist es, den Frauen zu ermöglichen, auf eigenen Beinen zu stehen. Dazu gehört als Wichtigstes, einen Beruf zu erlernen, mit dem sie eigenes Geld verdienen und in der Familie einen besseren Stellenwert bekommen. Dann können sie auch ihre Schwierigkeiten selbständig lösen.

Mit freundlichen Grüßen, Schaima