Berichte aus dem NAZO-Zentrum
April 2011Seit Januar 2011 engagieren sich die NAZO-Frauen in einem 3. Projekt, dass gezielt die Selbständigkeit der Landfrauen unterstützt. Mit finanzieller Hilfe hatten die Sie im Januar 8 Kühe gekauft, die sie im Dorf Kamari bedürftigen Bäuerinnen anvertrauten. Die Kühe gehören den Bäuerinnen, das erste Kälbchen jedoch müssen sie abgeben. Dieses wird dann einer anderen bedürftigen Bäuerin zur Aufzucht, Pflege und Nutzung übergeben. Die Landfrauen erlernen bei dem Bauern Kazem, wie sie mit den Kühen umgehen sollen und wie sie die Milch zu Butter oder Joghurt verarbeiten können. |

Scharifa erhielt per Los die Kuh, Schugria den kleinen Stier, July 2011

Marina verteilt Gemüsesamen
Im Rahmen unserer Projektreise hatten die Frauen uns in ihr Dorf eingeladen, damit wir an der Verlosung von zwei Kälbchen teilnehmen, die die NAZO-Kühe zur Welt gebracht hatten. Damit kein Neid oder Streit entsteht, wird jedes Mal das neue Kälbchen verlost. Diesmal gab es ein weibliches und ein männliches Kälbchen. Beide Frauen, die die Kälber gewonnen hatten, verließen den Hof des Bauers, ihres Lehrers, hoch erfreut. Frau Scharifa hatte das weibliche Kalb gewonnen und strahlte – aber auch Schugria, die den kleinen Stier bekommen hatte, war zufrieden. Wenn er alt genug ist wird sie ihn verkaufen und von dem Erlös eine Kuh erstehen.
An einige Dorffrauen in Kamari wurden noch Gemüsesamen - eine Sachspende von Frau P. – verteilt. Der Bauer wird ihnen zeigen, wie sie im nächsten Jahr nicht nur Früchte ernten, sondern auch Samen zurückbehalten für das übernächste Jahr.

Bauer Kazem und Marina, die Geschäftsführerin von NAZO
Januar 2011, über das Vieh-Projekt

Schöne Grüße an Euch alle. Wir hoffen, dass Ihr alle gesund seid.
Hier schicke ich Euch einen kurzen Bericht über unser Viehhaltungs-Projekt, das wir mit der finanziellen Hilfe der Institution ASPG durchgesetzt haben. Am 5. Januar kauften wir in der Provinz Parwan 8 Kühe für 8 sehr bedürftige Frauen aus dem Dorf Kamari, im Kreis Baghrami.

Wir haben einen Raum angemietet, in dem ein Veterinär die Frauen 4 Monate lang mit dem Umgang mit der Kuh vertraut machen wird. Hier lernen sie wie man eine Kuh behandelt, welches Futter sie braucht, wie man sie füttert, was man unternehmen soll, wenn ein Problem auftaucht – kurz gesagt: sie werden in dem „Fach Viehhaltung“ unterrichtet. Wenn Gott will, werden wir dieses Projekt gut durchführen und zu Ende bringen.
Herzliche Grüße, Marina
